Fest steht das Pflanzwochenende am 17. und 18. April 2027 auf der Kuchalb bei Donzdorf, mit 120 Plätzen je Tag. Mitmachen kann, wer einen Baum bei uns gekauft hat: Ein Baum ist ein Platz, und gepflanzt wird der eigene. Für den Herbst 2026 ist eine weitere Aktion in Planung; sobald der Termin steht, erscheint er unter Pflanzaktionen.
Dieser Beitrag beschreibt, wie so ein Tag abläuft, was du brauchst, und wie es bei anderen Trägern läuft, falls du keinen Baum kaufen, sondern nur graben willst. Wir schreiben aus eigener Erfahrung: Im April 2025 haben wir oberhalb des Golfplatzes Donzdorf gepflanzt, auf der Fläche, die heute als Kuchalb auf unserer Karte steht.
Wer kann bei einer Baumpflanzaktion mitmachen?
Das hängt vom Träger ab. Forstämter und Städte laden meist offen ein, oft über die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald oder die Naturschutzverbände; dort trägt man sich in eine Liste ein und kommt mit Spaten. Bei uns ist es andersherum: Der Platz hängt am Baum. Wer einen Baum gekauft hat, sieht in seinem Konto den Termin und bucht so viele Plätze, wie er Bäume hat. Zwei Gründe dafür:
- Es wird der eigene Baum gesetzt. Die Urkunde trägt danach den Standort, den du selbst ausgehoben hast.
- Auf einer Fläche können nur so viele Leute sinnvoll arbeiten, wie Setzlinge da sind. 120 Plätze je Tag sind die Grenze, bei der jede und jeder noch einen Spaten und einen Förster in Rufweite hat.
Firmen buchen keinen Platz im offenen Termin, sondern einen eigenen Tag als Teamevent. Und wer eine eigene Kahlfläche hat, findet unter Wiederbewaldung den Weg über den Förderantrag.
Wie läuft ein Pflanztag ab?
Vier Stunden, davon zwei bis drei mit dem Spaten in der Hand. So sieht es bei uns aus, und bei den meisten anderen Aktionen ähnlich:
- Ankommen: Treffpunkt am Waldweg, kurze Begrüßung, heißer Tee. Geparkt wird direkt an der Fläche; wie du das letzte Stück findest, steht in der Buchungsbestätigung.
- Einweisung: Der Förster zeigt, wie ein Setzling in den Boden kommt: Pflanzloch, Wurzeln gerade, Erde fest antreten, Wuchshülle darüber. Zehn Minuten.
- Pflanzen: Zwei bis drei Stunden in Zweiergruppen. Wer nicht graben will, reicht Setzlinge und Hüllen an.
- Abschluss: Vesper auf der Fläche und ein Blick auf die Reihen, die am Morgen noch nicht da waren.

Gepflanzt werden bei uns Traubeneiche, Rotbuche, Bergahorn, Winterlinde und Vogelkirsche: fünf Arten, weil die Fläche vorher eine Fichtenmonokultur war und genau daran zusammengebrochen ist. Warum das den Unterschied macht, steht im Beitrag zur Monokultur.
Warum wird nur im Frühjahr und im Herbst gepflanzt?
Weil ein Setzling nur anwächst, solange er nicht im Saft steht: im Herbst nach dem Laubfall, im Frühjahr vor dem Austrieb. Dazwischen ist der Boden zu trocken oder gefroren, und die Pflanze verliert über die Blätter mehr Wasser, als die noch nicht eingewachsenen Wurzeln nachliefern. Eine Sommerpflanzung produziert Ausfälle. Der Zeitpunkt ist keine Terminfrage, sondern Biologie; ausführlich im Beitrag zur Pflanzzeit.
Forstpflanzen kommen in dieser Ruhezeit meist wurzelnackt aus der Baumschule, gebündelt und mit feuchten Wurzeln, wie im Bild oben in der Kiste. Sie sind leichter zu tragen als Topfware und wachsen in der Ruhezeit genauso sicher an. Deshalb muss der Tag in die Saison fallen, nicht in den Kalender der Teilnehmenden.
Was bringst du mit, und was stellen wir?
| Du bringst mit | Wir stellen |
|---|---|
| festes Schuhwerk, der Waldboden ist uneben und meist nass | Spaten und Pflanzwerkzeug |
| wetterfeste Kleidung, die dreckig werden darf | Handschuhe, falls du keine hast |
| Arbeitshandschuhe, wenn vorhanden | Einweisung durch die Forstleute |
| gute Laune bei jedem Wetter außer Sturm | Vesper und warme Getränke |
Kinder ab etwa sechs Jahren sind willkommen, es gibt Aufgaben für kleine Hände: Setzlinge tragen, Hüllen anreichen, Erde festtreten. Bitte bei der Buchung angeben. Barrierefrei ist die Fläche nicht; der Treffpunkt ist mit dem Auto erreichbar, und es gibt Aufgaben im Sitzen. Bei Regen wird gepflanzt, junge Bäume mögen feuchten Boden. Abgesagt wird nur bei Sturm, dann telefonisch.
Wie sicherst du dir einen Platz?
- Einen Baum kaufen, ab 16,90 Euro. Jeder Baum ist ein Platz; fünf Bäume sind fünf Plätze, etwa für die Familie.
- Im Konto anmelden und unter Pflanzaktionen den Tag wählen. Samstag oder Sonntag, die Plätze zählen für das Wochenende zusammen.
- Die Bestätigung kommt per Mail, mit dem Treffpunkt. Absagen kostet nichts: eine kurze Antwort auf die Mail, und der Platz geht weiter.
Ein Detail, das Fragen erspart: Die Plätze hängen an den Bäumen, nicht an der Adresse. Wer einen Baum geschenkt bekommen hat, nimmt das Geschenk zuerst über den Übergabelink an; erst dann sieht das Konto den Termin.
Was, wenn du keinen Baum kaufen, sondern nur graben willst?
Dann sind die offenen Aktionen der Forstverwaltungen und Naturschutzverbände der richtige Weg; im Frühjahr und im Herbst gibt es davon in fast jedem Landkreis welche, angekündigt über die Landratsämter oder die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald. Bei uns geht es nicht ohne Baum, und das ist Absicht: Die Fläche gehört einem Forstbetrieb, die Pflanzen sind bezahlt, die Pflege über die ersten Jahre auch. Ein Baum ab 16,90 Euro ist der Beitrag dazu, und er trägt hinterher deinen Namen.
Die Kurzfassung
- Nächster Termin: 17. und 18. April 2027, Kuchalb bei Donzdorf, 120 Plätze je Tag. Herbst 2026 in Planung.
- Mitmachen: ein Baum, ein Platz. Firmen über das Teamevent.
- Ablauf: vier Stunden, Einweisung durch den Förster, Zweiergruppen, Vesper.
- Mitbringen: feste Schuhe und Kleidung, die dreckig werden darf. Alles andere stellen wir.
- Wetter: Regen ja, Sturm nein.




