Ein Hektar Wald kostet in Deutschland rund 12.700 € im Durchschnitt, und dieser Durchschnitt sagt wenig: Die Spanne reicht von etwa 7.400 € in Thüringen bis 25.000 bis 29.000 € in Bayern. Gerechnet wird immer inklusive Aufwuchs, also mit den Bäumen, die daraufstehen.
Dazu kommen Nebenkosten von grob sieben Prozent. Zur Einordnung vorweg: Staufenwald betreibt diese Seite und forstet selbst auf; im letzten Abschnitt geht es um unser Angebot. Welche Pflichten mit dem Eigentum kommen, steht im Beitrag daneben.
Warum die Spanne so groß ist
Weil der Preis nicht den Boden bezahlt, sondern das, was darauf steht und was sich daraus machen lässt. Fünf Größen erklären fast die ganze Differenz:
- Der Aufwuchs: Ein hiebsreifer Fichtenbestand ist heute Holz, ein frisch gepflanzter Bestand ist eine Rechnung für die nächsten sechzig Jahre.
- Die Baumart: Eiche und Buche halten den Wert, Fichte in tiefer Lage ist nach den Käferjahren ein Risiko.
- Die Erschließung: Ohne befahrbaren Weg kommt kein Rückewagen hin, und ohne Rückewagen ist das Holz nicht zu holen.
- Die Lage im Land: Bayern liegt weit über dem Schnitt, Thüringen weit darunter, und innerhalb eines Landkreises schwankt es weiter.
- Sondernutzungen: Windkraft, Jagd, Erholungswert oder Bauerwartung heben den Preis über jeden forstlichen Wert.
| Anhaltspunkt | Wert | Quelle |
|---|---|---|
| Bundesdurchschnitt | rund 12.700 € je Hektar | seit 2018 auf diesem Niveau |
| Spanne nach Bundesland | 7.400 € (Thüringen) bis 25.000 € (Bayern) | Erhebung Colliers |
| Bayern, andere Erhebung | rund 29.000 € je Hektar | Bayerisches Landwirtschaftliches Wochenblatt |
| Kreis Lippe (NRW) | rund 13.400 € je Hektar | regionale Auswertung |
| Preisentwicklung seit 2011 | rund 67 Prozent Steigerung | Marktbeobachtung |
Die beiden Bayern-Zahlen widersprechen sich nicht, sie messen verschieden: Die eine Erhebung mittelt über alle Verkäufe, die andere über die gemeldeten forstwirtschaftlichen Flächen. Wer eine belastbare Zahl für eine bestimmte Fläche braucht, findet sie im Bodenrichtwert der Gutachterausschüsse, nicht in einem Bundesschnitt.
Was zum Kaufpreis dazukommt
| Posten | Höhe | Bemerkung |
|---|---|---|
| Grunderwerbsteuer | 5,0 % in Baden-Württemberg | landesweit gleich, seit 2011 unverändert |
| Notar | rund 1,0 bis 1,5 % | nach GNotKG, nicht verhandelbar |
| Grundbucheintrag | rund 0,5 % | richtet sich nach dem Kaufpreis |
| Makler | je nach Vereinbarung | bei Waldflächen häufiger direkt vom Verkäufer |
Bei 12.700 € Kaufpreis sind das rund 900 € obendrauf, bei fünf Hektar in Bayern schnell 9.000 €. Die Grunderwerbsteuer unterscheidet sich je Bundesland; die 5,0 % oben gelten für Baden-Württemberg.
Was der Wald zurückbringt
Ehrlich gerechnet: wenig, und unregelmäßig. Ein Hektar Mischwald liefert über Jahrzehnte gemittelt einen niedrigen dreistelligen Betrag im Jahr, und dieser Mittelwert versteckt, wie das Geld anfällt: jahrzehntelang nichts, dann eine Durchforstung, dann wieder nichts.
Dagegen stehen laufende Kosten: Grundsteuer, Pflege, Wegeunterhalt, Verbissschutz. Und das Risiko, das in den letzten Jahren die Rechnung bestimmt hat: nach dem Käferjahr steht Holz auf dem Markt, das niemand braucht. Was in Deutschland gerade stirbt und warum, steht in Waldsterben in Deutschland.
Stand: September 2026. Die Zahlen sind Marktbeobachtungen, keine Bewertung. Für eine bestimmte Fläche zählt der Bodenrichtwert des zuständigen Gutachterausschusses, und für die Steuerfolgen die Steuerberatung.
Wann sich der Kauf rechnet und wann nicht
- Es rechnet sich bei Flächen, die an vorhandenen Besitz angrenzen: Die Bewirtschaftung wird dadurch billiger, nicht teurer.
- Es rechnet sich als langfristige Sachwertanlage, wenn der Zeitraum stimmt. Wald ist eine Anlage über Generationen, nicht über Jahre.
- Es rechnet sich nicht als Einkommensquelle bei ein bis fünf Hektar. Dafür sind die Erträge zu klein und zu selten.
- Es rechnet sich nicht als Bauland-Umweg. Die Umwandlung ist genehmigungspflichtig, und die Genehmigung ist die Ausnahme.
Die kleinere Form, wenn es um den Ort geht
Wenn du keinen Ertrag suchst, sondern einen Ort, an dem etwas wächst: Bei uns kostet ein Baum ab 16,90 € brutto mit Standort, Koordinaten und prüfbarer Urkunde, und ein benannter Waldabschnitt als Flächenpatenschaft liegt um Größenordnungen unter einem Grundstückskauf. Ohne Grundbuch, ohne Frist, ohne Forstbehörde.
Was das im Vergleich zu anderen Anbietern kostet, steht im Preisvergleich für Baumpatenschaften. Und was es ausdrücklich NICHT ist: Eigentum an Grund und Boden.
Die Kurzfassung
- Rund 12.700 € je Hektar im Bundesschnitt, die Spanne reicht von 7.400 € bis 29.000 €.
- Rund sieben Prozent Nebenkosten obendrauf: 5,0 % Grunderwerbsteuer in Baden-Württemberg, Notar, Grundbuch.
- Der Aufwuchs macht den Preis, nicht der Boden. Baumart, Alter und Erschließung erklären fast die ganze Differenz.
- Für eine bestimmte Fläche zählt der Bodenrichtwert, nicht der Bundesschnitt.




