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Pflanznews · 2 Min. Lesezeit

Wie hoch muss ein Zaun sein, um Rehe fernzuhalten?

Welche Höhe ein Wildschutzzaun braucht, worauf es beim Bau ankommt und wie du vermeidest, dass der Zaun zur Falle wird.

Zaun bei Rehen

und worauf sollte man achten?

Zäune sind eine der effektivsten Maßnahmen, um junge Bäume vor Rehen zu schützen. Doch damit sie wirklich funktionieren, müssen Höhe und Bauweise stimmen. Gleichzeitig besteht immer die Gefahr, dass Wildtiere sich in Zäunen verletzen. In diesem Beitrag erfährst du, wie du Rehe wirksam abwehrst, ohne ihnen zu schaden.

Wie hoch sollte ein Zaun gegen Rehe sein?

Damit Rehe nicht über den Zaun springen, ist die richtige Höhe entscheidend:

  • 1,50 Meter: Reicht oft in geschlossenen Waldgebieten aus.
  • 1,80 Meter: Empfohlen für offene Flächen und Orte, an denen sich Rehe bereits an Zäune gewöhnt haben.
  • Über 2,00 Meter: Nur notwendig, wenn auch Dam- oder Rotwild ferngehalten werden soll.

Je offener die Landschaft, desto höher sollte der Zaun sein, da Rehe dort eher versuchen, ihn zu überspringen.

Gefahr für Wildtiere: Wenn der Zaun zur Falle wird

Ein Wildschutzzaun schützt Bäume, kann aber für Wildtiere gefährlich werden. Besonders bei schlecht sichtbaren oder zu niedrigen Zäunen besteht das Risiko, dass Rehe:

  • In den Zaun laufen: Vor allem bei Dunkelheit oder Panik laufen Rehe in die Drähte und können sich schwer verletzen.
  • Mit den Beinen hängen bleiben: Bei Netzzäunen mit großen Maschen können die Tiere hängen bleiben und sich Knochenbrüche zuziehen.
  • Unter dem Zaun durchschlüpfen und stecken bleiben: Jungtiere finden oft eine Lücke und schaffen es nicht mehr heraus.

Sicherer Zaunbau: Tipps zur Vermeidung von Wildunfällen

  1. Höhe und Stabilität: Wähle eine Zaunhöhe von mindestens 1,80 Metern, damit die Tiere ihn gar nicht erst überspringen wollen.
  2. Gut sichtbarer Zaun: Verwende farbige Markierungen oder befestige kleine Fahnen an den oberen Drähten, damit der Zaun für Rehe sichtbar ist.
  3. Kleine Maschenweite: Besonders im unteren Bereich sollte die Maschenweite maximal 5 cm betragen, damit Jungtiere nicht hindurchschlüpfen können.
  4. Unterer Abschluss: Vergrabe den Zaun 20 cm tief oder befestige ihn gut am Boden, um ein Durchschlüpfen zu verhindern.
  5. Regelmäßige Kontrolle: Überprüfe den Zaun regelmäßig auf Schäden und entferne abgefallene Äste oder andere Hindernisse.

Fazit: Der richtige Zaun schützt sowohl Bäume als auch Tiere

Ein Wildschutzzaun kann junge Bäume effektiv vor Verbiss durch Rehe schützen, sollte aber stets tierfreundlich gebaut werden. Die richtige Höhe, Sichtbarkeit und regelmäßige Wartung helfen, Unfälle zu vermeiden und gleichzeitig den Baumbestand zu sichern.

So schützt du deinen Wald und gewährleistest, dass auch Wildtiere sicher leben können. Wer noch keine eigene Fläche hat: der Wiederbewaldungs-Rechner zeigt, was Zaun und Pflege einer Aufforstung kosten.

Geschrieben von der Redaktion des Staufenwalds. Wir forsten die Kuchalb bei Donzdorf wieder auf und schreiben über das, was wir dabei sehen. Fachliches lassen wir vom Förster gegenlesen. Zuletzt aktualisiert am 10. August 2026.

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