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Für Unternehmen · · 7 Min. Lesezeit

Bäume pflanzen pro Bestellung: das WooCommerce-Plugin einrichten

Ein kostenloses Plugin zählt Bäume je Bestellung und meldet sie automatisch. Was übertragen wird, was es kostet, was ab 27.09.2026 noch beworben werden darf.

Die Regel im Plugin: ein Baum je 20 Euro Bestellwert. 25 Euro ergeben 1 Baum, 60 Euro 3, 150 Euro 7, 400 Euro 20. Immer abgerundet.

„Mit jeder Bestellung pflanzen wir einen Baum“ steht in vielen Shops. Die Frage ist, was passiert, wenn jemand nachfragt: Wo steht der Baum? Wie viele sind es inzwischen? Und wer bestätigt das? Genau diese Lücke schließt unser WooCommerce-Plugin, das im offiziellen WordPress-Verzeichnis steht.

Es zählt die Bäume je Bestellung nach Ihrer Regel, meldet sie nach der Zahlung automatisch, und aus den gemeldeten Bestellungen entsteht ein öffentlicher Firmenwald mit Urkunde und Koordinaten. Dieser Beitrag zeigt die Einrichtung, die Zahlen dahinter und die eine rechtliche Frist, die ab Ende September gilt.

Was das Plugin tut

Drei Dinge, mehr nicht. Es rechnet, es meldet, es zeigt an.

  1. Rechnen: Sie legen fest, ab welchem Bestellwert ein Baum zusammenkommt, etwa einer je 20 Euro. Dazu optional ein Mindestbestellwert, ein Deckel je Bestellung und ein Monatsbudget.
  2. Melden: Nach jeder abgeschlossenen Zahlung geht die Bestellung an staufenwald.de. Erstattungen werden abgezogen, Teilerstattungen einzeln.
  3. Anzeigen: Ein Abzeichen im Shop nennt die tatsächlich gepflanzte Zahl und verlinkt Ihren öffentlichen Firmenwald. Dazu ein Satz auf der Danke-Seite und in der Bestellbestätigung.

Der Baum wird nicht am Tag der Bestellung gepflanzt, sondern in der Pflanzsaison, also im Herbst und im Frühjahr. Jeder Text, den das Plugin ausliefert, sagt das ausdrücklich. Ein Shop, der etwas anderes verspricht, hat später ein Problem, das kein Plugin löst.

Die Regel: ein Baum je X Euro

Der wichtigste Wert ist der Betrag, ab dem ein Baum zusammenkommt. Das Beispiel im Einstellungsbildschirm rechnet mit, während Sie tippen:

Ein Baum je 20 Euro Bestellwert: 25 Euro ergeben 1 Baum, 60 Euro 3, 150 Euro 7, 400 Euro 20. 150 geteilt durch 20 ergibt 7,5 und wird zu 7.
Abgerundet wird immer. Aus 7,5 werden 7, nie 8.

Warum das Abrunden wichtig ist: Ihre Zusage gegenüber der Kundschaft fällt damit nie größer aus als das, was tatsächlich gepflanzt wird. Wer aufrundet, verspricht im Jahresschnitt mehr, als er liefert. Genau daran hängen die Werbeaussagen weiter unten.

Drei Bremsen halten die Rechnung im Rahmen, und alle drei sind freiwillig:

  • Mindestbestellwert. Unter diesem Betrag zählt eine Bestellung nicht. Sinnvoll, wenn Sie viele Kleinbestellungen haben.
  • Deckel je Bestellung. Eine Großbestellung über 5.000 Euro erzeugt sonst 250 Bäume auf einen Schlag. Die Voreinstellung liegt bei 25.
  • Monatsbudget. Eine Obergrenze in Bäumen je Monat. Ist sie erreicht, zählt der Rest des Monats nicht mit. Damit ist die Ausgabe nach oben gedeckelt, auch im Weihnachtsgeschäft.

Die Versandkosten lassen sich aus der Berechnung herausnehmen; die Voreinstellung tut das bereits. Gezählt werden ausschließlich Bestellungen in Euro.

Einrichten in drei Schritten

Von der Installation bis zur ersten gezählten Bestellung sind es wenige Minuten. Ein Staufenwald-Firmenkonto brauchen Sie dafür, das ist kostenlos.

  1. Installieren. Im WordPress-Adminbereich unter Plugins → Installieren nach „Staufenwald“ suchen, installieren, aktivieren. Der Einrichtungsassistent öffnet sich von selbst.
  2. Verbinden. Im Firmenkonto unter Partner einen Schlüssel erzeugen und im Assistenten eintragen. Die Schaltfläche „Verbindung testen“ prüft sofort, ob es passt; Sie warten nicht bis zur ersten Bestellung.
  3. Regel wählen. Betrag, Bremsen und Anzeigeorte festlegen. Das Abzeichen setzen Sie als Block „Staufenwald-Bäume“ oder mit dem Kurzbefehl [staufenwald_baeume].

Voraussetzungen: WordPress ab 6.5, WooCommerce ab 8.2 und PHP ab 8.1. Geprüft ist es gegen WordPress 7.1 und WooCommerce 10.9, einschließlich der neuen Bestellverwaltung HPOS.

Was Ihre Kundschaft davon sieht

Drei Stellen, alle abschaltbar. Das Abzeichen nennt die gepflanzte Zahl und führt auf Ihren Firmenwald, auf der Danke-Seite steht, wie viele Bäume aus dieser Bestellung wachsen, und dieselbe Zeile geht in die Bestellbestätigung.

Der Firmenwald ist dabei der Teil, der die Aussage trägt: eine öffentliche Seite mit Ihrem Namen, der Baumzahl, den Arten und den Koordinaten der Fläche. Wer nachprüfen will, klickt und sieht nach. Das ist der Unterschied zu einem Logo im Fußbereich, das nur behauptet.

Was übertragen wird, und was nicht

Das ist die Frage, die im Datenschutzgespräch als Erstes kommt, deshalb hier vollständig:

Übertragen wirdÜbertragen wird nicht
Bestellnummer, etwa „wc-1042“Name
Betrag in CentAnschrift
WährungE-Mail-Adresse
ZeitstempelWarenkorbinhalt
Art des Vorgangs: Bestellung oder ErstattungIP-Adresse der Kundschaft

Die Gegenstelle weist unbekannte Felder aktiv mit einem Fehler zurück. Es ist also nicht nur so gemeint, sondern durchgesetzt. Das Abzeichen im Shop rendert vollständig aus einem lokalen Zwischenspeicher: Der Browser Ihrer Kundschaft stellt keine einzige Anfrage an staufenwald.de. Damit stellt sich die Frage nach einer Einwilligung nach § 25 TDDDG an dieser Stelle gar nicht erst.

Für Ihre Datenschutzerklärung meldet das Plugin einen Textvorschlag an Einstellungen → Datenschutz an, den Sie übernehmen oder anpassen können.

Die Meldung läuft nach der Zahlung im Hintergrund über den Action Scheduler, mit automatischen Wiederholungen bei Netzproblemen. An der Kasse wartet niemand auf eine fremde Schnittstelle. Ist staufenwald.de einmal nicht erreichbar, merkt Ihr Shop das nicht; verpasste Bestellungen lassen sich mit einem Klick nachmelden.

Was es kostet

Das Plugin ist kostenlos und steht unter der GPL. Bezahlt werden nur die Bäume, die tatsächlich gezählt wurden: monatlich im Nachhinein, zum Staffelpreis der jeweiligen Monatsmenge. Keine Grundgebühr, kein Abo, keine Mindestlaufzeit. Wer aufhören will, deaktiviert das Plugin.

Die aktuelle Staffel steht auf der Preisseite. Wichtig für die Kalkulation: Ihre Obergrenze kennen Sie vorher, wenn Sie das Monatsbudget setzen.

Was Sie damit werben dürfen, und was ab 27.09.2026 nicht mehr

Am 27. September 2026 greift die EmpCo-Richtlinie in deutsches Recht. Ab dann sind allgemeine Umweltaussagen wie „klimaneutraler Shop“ oder „CO₂-neutral versendet“ unzulässig, wenn sie auf Kompensation beruhen — ohne Übergangsfrist, auch für vorhandene Verpackungen und Etiketten.

Was weiterhin geht, sind konkrete, nachprüfbare Tatsachen. Genau darauf ist das Plugin ausgelegt:

Nicht mehr zulässigWeiterhin zulässig
„Klimaneutraler Onlineshop“„Wir haben 412 Bäume auf der Kuchalb bei Donzdorf gepflanzt“
„CO₂-neutral versendet“„Je 20 Euro Bestellwert pflanzen wir einen Baum“
„Umweltfreundlich“ ohne Beleg„Unser Firmenwald mit Koordinaten und Urkunde: hier nachsehen“

Das Plugin vergibt kein Klimasiegel und ersetzt keines. Es liefert die Zahl und den Beleg dazu. Was Sie daraus formulieren, bleibt Ihre Entscheidung. Die Vorlagen, die es mitbringt, halten sich an die zulässige Seite. Ausführlich steht das in unserem Beitrag zur EmpCo-Richtlinie.

Ehrlich gesagt

Vier Punkte, die in keiner Produktbeschreibung stehen und die Sie vorher wissen sollten:

  • Es ist kein Ausgleich Ihrer Emissionen. Ein Baum bindet über Jahrzehnte, nicht sofort, und die Menge hängt von Art, Boden und Wetter ab. Wer bilanzieren muss, braucht mehr als das.
  • Gepflanzt wird in der Saison. Zwischen Bestellung und Pflanzung liegen je nach Zeitpunkt Wochen bis Monate. Die Urkunde kommt mit der Monatsabrechnung, die Koordinaten mit der Pflanzung.
  • Nur Euro-Bestellungen zählen. Ein Shop mit mehreren Währungen meldet die anderen nicht mit.
  • Eine Fläche, nicht dreißig Projekte. Gepflanzt wird auf der Kuchalb bei Donzdorf in Baden-Württemberg. Das ist die Einschränkung und zugleich der Grund, warum jeder Baum eine Koordinate hat.

Kein Onlineshop, aber ein Laden?

Dann brauchen Sie kein Plugin, sondern ein Siegel für die Tür: Baumzahl, Ort und Prüfweg als Aufkleber und Web-Abzeichen. Wie das läuft, steht auf der Seite zum Ladenpartner-Programm. Und wenn Sie mit einem anderen Shopsystem arbeiten, sprechen Sie uns an. Die Schnittstelle ist dieselbe; das Plugin ist nur der bequemste Weg dorthin.

Geschrieben von der Redaktion des Staufenwalds. Wir forsten die Kuchalb bei Donzdorf wieder auf und schreiben über das, was wir dabei sehen. Fachliches lassen wir vom Förster gegenlesen.

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Einen echten Baum pflanzen lassen?

Auf einer benannten Fläche in Baden-Württemberg, mit Koordinaten auf der Urkunde und einem Prüfcode, den jeder nachschlagen kann.