„Nachhaltiges Weihnachtsgeschenk“ ist ein Suchbegriff, hinter dem meistens eine Liste steht: Bienenwachstuch, Seife, Bambuszahnbürste. Ein Baum steht auch darauf, und fast nie steht dabei, was am 24. Dezember eigentlich in der Hand liegt.
Diese Frage beantwortet dieser Beitrag, mit Fristen und ohne Schönfärberei. Denn der Baum, den du im Dezember verschenkst, steht im Dezember noch nicht im Boden, und wer das vorher weiß, verschenkt entspannter.
Was am 24. Dezember wirklich vorliegt
Drei Dinge lassen sich verschenken, und sie haben sehr unterschiedliche Vorlaufzeiten. Die digitale Urkunde ist binnen Minuten da; alles, was per Post kommt, braucht rund fünf Werktage.
| Wenn du bestellst | Digitale Urkunde | Gedruckt oder gerahmt |
|---|---|---|
| bis 15. Dezember | liegt bereit | kommt rechtzeitig |
| 16. bis 20. Dezember | liegt bereit | wird knapp |
| ab 21. Dezember | liegt bereit | kommt nach Weihnachten |
| am 24. Dezember, 17 Uhr | Übergabe um 18 Uhr möglich | nein |
Die letzte Zeile ist kein Werbeversprechen, sondern der Grund, warum dieses Geschenk auch dann noch funktioniert, wenn nichts mehr ankommt: Du legst den Zeitpunkt der Übergabemail selbst fest, auf die Stunde genau. Bis dahin sieht niemand außer dir etwas.
Wenn du die Adresse der beschenkten Person nicht hast oder nicht angeben möchtest, bekommst du den Übergabelink selbst per Mail. Dann entscheidest du, wie er ankommt: ausgedruckt, per Nachricht oder vorgelesen.
Der Baum steht an Weihnachten noch nicht im Boden
Das ist der Punkt, an dem viele Anbieter schweigen. Gepflanzt wird im Frühjahr und im Herbst, nicht im Dezember. Der Grund ist keine Bequemlichkeit, sondern Biologie: Unter etwa fünf Grad Bodentemperatur bildet ein Setzling keine neuen Wurzeln, und ein Baum, der ohne Wurzelkontakt in den Winter geht, vertrocknet im ersten warmen März.
Was du an Weihnachten verschenkst, ist also ein zugesagter Baum an einer benannten Fläche, kein bereits gewachsener. Wer das offen sagt, verschenkt etwas Ehrliches. Wer im Dezember „dein Baum wurde gepflanzt“ behauptet, hat entweder nicht auf das Thermometer gesehen oder rechnet damit, dass niemand nachfragt.
Was die beschenkte Person sieht
Zum eingestellten Termin geht eine E-Mail raus, die mit deiner Widmung anfängt, nicht mit unserem Logo. Ein Klick führt auf die Urkunde, von dort auf die Karte mit dem Standort.
- Kein Konto. Die beschenkte Person muss sich nirgends registrieren, um ihren Baum zu sehen.
- Keine Anmeldung, kein Newsletter. Zwischen Klick und Urkunde steht nichts.
- Ein Prüfcode. Damit lässt sich die Urkunde jederzeit gegen unsere Datenbank prüfen, auch in fünf Jahren.
- Koordinaten nach der Pflanzung. Sobald der Baum steht, gehört ein GPS-Punkt dazu. Bis dahin steht die Fläche auf der Urkunde.
Der letzte Punkt ist der, der ein Geschenk über Weihnachten hinaus am Leben hält: Im Frühjahr gibt es eine zweite Nachricht, und das Geschenk passiert ein zweites Mal.
Die drei Varianten, und für wen sie taugen
| Variante | Preis | Passt, wenn |
|---|---|---|
| Nur digital | 16,90 € | es kurzfristig sein muss oder die Person weit weg wohnt |
| Mit gedruckter Urkunde | 16,90 € + 11,90 € | es etwas zum Auspacken geben soll (A4 auf 300-g-Naturkarton) |
| Gerahmt | 16,90 € + 34,90 € | es das Hauptgeschenk ist und einen Platz an der Wand bekommen soll |
Der Rahmen enthält den Druck; beides zusammen wäre doppelt gezahlt. Mehrere Bäume gehen genauso: Drei kosten 50,70 €, fünf kosten 79,50 €, und sie stehen dann nebeneinander auf derselben Fläche.
Was in den 16,90 € steckt und warum es woanders sechs Euro sind, steht ausführlich im Beitrag zu den Preisen fürs Baumpflanzen. Die Kurzfassung: Setzling, Pflanzung durch Forstleute, Schutz vor Wildverbiss und fünf Jahre Pflege.
Wann ein Baum das falsche Weihnachtsgeschenk ist
Es gibt Fälle, in denen wir abraten, und sie stehen hier, weil ein enttäuschtes Geschenk schlimmer ist als ein verkaufter Baum weniger:
- Für kleine Kinder. Ein Baum, den man nicht anfassen kann, ist unter dem Weihnachtsbaum eine Enttäuschung. Ab dem Grundschulalter wird eine Karte mit Koordinaten interessant, vorher nicht.
- Wenn die Person etwas Praktisches braucht. Ein Baum ersetzt keine Winterjacke. Er ist ein Geschenk für Menschen, die genug haben.
- Als Ausgleich für einen Flug. Ein junger Baum bindet über Jahrzehnte, nicht ab Heiligabend, und rechnerisch geht diese Gleichung nicht auf. Wer das sagen möchte, sagt seit dem 27. September 2026 zudem etwas rechtlich Heikles.
- Wenn es eine Überraschung mit Ortsbezug sein soll. Die Fläche liegt auf der Schwäbischen Alb bei Donzdorf. Für jemanden in Hamburg ist das ein schöner Gedanke, aber kein Ausflugsziel.
Was im Frühjahr passiert
In der nächsten Pflanzsaison kommt der Setzling in den Boden, bekommt seinen Wildschutz und wird in den Folgejahren freigehalten, damit ihn Gras und Brombeere nicht überwachsen. Danach steht auf der Urkunde ein GPS-Punkt statt nur einer Fläche.
Wer will, fährt hin. Der Wald bei Donzdorf ist öffentlich zugänglich, und die Karte zeigt, wo der Baum steht. Das ist der Unterschied zwischen einem Zertifikat und einem Ort.
Kurz zusammengefasst
- Die digitale Urkunde ist in Minuten da, gedruckt braucht sie fünf Werktage.
- Die Übergabe lässt sich auf die Stunde legen, auch auf den 24. Dezember um 18 Uhr.
- Gepflanzt wird im Frühjahr oder Herbst, nie im Dezember.
- Die beschenkte Person braucht kein Konto und bekommt keinen Newsletter.
- Nach der Pflanzung kommen die Koordinaten dazu.
Wenn das passt, geht es hier weiter zum Baum verschenken. Wenn du erst vergleichen willst, welche Art von Baumgeschenk überhaupt zu deinem Anlass passt, hilft der Beitrag Baum verschenken: was taugt weiter.



