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Pflanznews · 2 Min. Lesezeit

Wie schützt man junge Bäume vor Rehwild?

Einzelschutz oder Zaun: welcher Verbissschutz wann passt, was er kostet und warum Rehe gerade an jungen Trieben knabbern.

Wildäcker anlegen für Rehwild

Tipps gegen Verbissschäden

Junge Bäume sind ein begehrter Snack für Rehe, vor allem im Winter oder im Frühling, wenn frische Triebe sprießen. Für den Waldaufbau und private Baumpflanzungen kann der Verbiss durch Rehwild jedoch erhebliche Schäden verursachen. Doch wie kann man Rehe davon abhalten, die jungen Bäume zu fressen? Hier sind die wichtigsten Maßnahmen und Tipps.

Warum knabbern Rehe an jungen Bäumen?

Rehe ernähren sich vor allem von Knospen, Trieben und zarten Rinden junger Bäume. Besonders gefährdet sind Laubbäume wie:

  • Eiche
  • Ahorn
  • Buche
  • Obstbäume

In schneereichen oder futterarmen Zeiten steigt das Risiko, dass Rehe junge Bäume verstärkt anknabbern, da frisches Grün Mangelware ist.

1. Mechanischer Schutz: Einzelschutz und Zaun

Einzelschutz (Verbissschutz)

Eine der effektivsten Maßnahmen ist der Einsatz von Schutzvorrichtungen direkt am Baum:

  • Schutzspiralen oder Kunststoffmanschetten: Einfach um den Stamm gewickelt, verhindern sie das Anknabbern der Rinde.
  • Baumgitter oder Drahtkörbe: Sie schützen die Triebe und Knospen und sind besonders langlebig.

Wildschutzzaun

Für größere Flächen ist ein Wildschutzzaun oft die beste Wahl.

  • Höhe: Mindestens 1,80 Meter, damit Rehe nicht darüber springen.
  • Robustes Material: Drahtgeflecht ist ideal.
  • Regelmäßige Kontrolle: Schäden am Zaun müssen zeitnah repariert werden, damit kein Wild eindringt.

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2. Natürliche Abschreckung

Duftbarrieren

Rehe haben einen ausgeprägten Geruchssinn. Bestimmte Gerüche können sie abschrecken:

  • Haarbüschel oder Hundehaare: Diese lassen sich einfach um die Triebe binden.
  • Knoblauch- oder Jauche-Lösungen: Das Einsprühen mit geruchsintensiven Mitteln kann Rehe fernhalten, allerdings muss dies regelmäßig wiederholt werden.

Pflanzen, die Rehe meiden

Das gezielte Pflanzen von Bäumen oder Sträuchern, die Rehe nicht mögen, kann helfen, junge Triebe zu schützen. Beispiele:

  • Fichte
  • Wacholder
  • Stechpalme

3. Wildäcker anlegen

Mit Wildäckern n kann eine gezielte Fütterung von Rehen an anderer Stelle sinnvoll sein, um sie von den jungen Bäumen abzulenken. Diese Flächen dienen den Rehen dann auch als Revier beim setzen der Kitze.

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Fazit: Schutz ist entscheidend für gesunde Baumbestände

Junge Bäume brauchen in den ersten Jahren Schutz, um sich gegen Verbiss durch Rehwild zu behaupten. Mechanische Schutzmaßnahmen wie Verbissspiralen oder Zäune sind besonders effektiv und langfristig sinnvoll. Ergänzende Maßnahmen wie Duftbarrieren oder das Pflanzen weniger attraktiver Baumarten können zusätzlichen Schutz bieten.

Wer den richtigen Schutz einsetzt, sorgt dafür, dass junge Bäume kräftig wachsen und ihre wichtige Rolle für den Wald und das Klima erfüllen können. Was Verbissschutz bei einer größeren Aufforstungsfläche kostet, zeigt der Wiederbewaldungs-Rechner.

Geschrieben von der Redaktion des Staufenwalds. Wir forsten die Kuchalb bei Donzdorf wieder auf und schreiben über das, was wir dabei sehen. Fachliches lassen wir vom Förster gegenlesen. Zuletzt aktualisiert am 10. August 2026.

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