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Geschenk zum Firmen­jubiläum: 110 € je Person, und warum das ein Freibetrag ist

110 € je Person auf der Feier, und der Unterschied zur 50-€-Grenze entscheidet über die Steuer. Dazu ein Geschenk, das nach dem Jubiläum noch steht.

Junger Mischwald an einem hellen Tag, Laubbäume in unterschiedlichen Höhen zwischen Wuchshüllen

Ein Firmenjubiläum ist steuerlich etwas anderes als das Jubiläum einer einzelnen Person. Feiert der Betrieb sein Bestehen, ist das kein persönliches Ereignis der Belegschaft, sondern eine Betriebsveranstaltung. Dort gilt ein Freibetrag von 110 € je teilnehmender Person (§ 19 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1a EStG), und zwar für höchstens zwei Veranstaltungen im Jahr.

Der Unterschied zur 50-€-Sachbezugsgrenze ist größer, als er klingt, und er entscheidet über die Steuer. Zur Einordnung vorweg: Staufenwald betreibt diese Seite und pflanzt die Bäume, um die es im letzten Drittel geht.

Freibetrag und Freigrenze sind nicht dasselbe

Das ist der Punkt, an dem die meisten Rechnungen kippen. Bei einer Freigrenze ist ab dem ersten Cent darüber der ganze Betrag steuerpflichtig. Bei einem Freibetrag nur der Teil, der darüber liegt.

  • Betriebsfeier zum Firmenjubiläum

    Art
    Freibetrag 110 €
    Kosten je Person
    130 €
    Steuerpflichtig
    20 €
  • Sachgeschenk ohne Anlass

    Art
    Freigrenze 50 €
    Kosten je Person
    52 €
    Steuerpflichtig
    52 €
  • Betriebsfeier zum Firmenjubiläum

    Art
    Freibetrag 110 €
    Kosten je Person
    95 €
    Steuerpflichtig
    0 €
  • Sachgeschenk ohne Anlass

    Art
    Freigrenze 50 €
    Kosten je Person
    49 €
    Steuerpflichtig
    0 €

Zwei Euro über der Freigrenze kosten also 52 € Bemessungsgrundlage, zwanzig Euro über dem Freibetrag kosten 20 €. Wer beide Begriffe verwechselt, rechnet die Feier entweder zu knapp oder zu teuer.

In die 110 € fließt alles ein, was die Feier kostet: Raum, Essen, Getränke, Musik, Fahrt, und auch die Geschenke, die dort überreicht werden. Die Summe wird durch die Zahl der anwesenden Personen geteilt, nicht durch die Zahl der eingeladenen. Wer knapp kalkuliert und mit Absagen rechnet, landet schnell über dem Betrag.

Zum Jubiläum ein eigenes Blatt.

Wir setzen die Urkunde auch in Ihren Hausfarben, mit eigenem Motiv oder in einer anderen Sprache. Prüfcode, Baumzahl und Fläche bleiben darauf, denn sie sind der Nachweis. Was der Aufpreis kostet, steht als Festpreis im Angebot.

Eigene Urkunde zum Jubiläum

Bis zum Angebot entstehen keine Kosten.

Was bei einem Jubiläum tatsächlich hängen bleibt

Die üblichen Jubiläumsgeschenke haben ein gemeinsames Problem: Sie sind nach zwei Jahren weg. Eine Tasse mit Jahreszahl, ein Kugelschreiber, ein Gutschein, der verfällt. Das Jubiläum steht für Dauer, das Geschenk hält sie nicht aus.

  • Der Gutschein ist der bequemste Weg und der unpersönlichste. Er wird eingelöst und ist vergessen, und bei Sachbezügen gelten für ihn zusätzliche Bedingungen.
  • Der bedruckte Gegenstand trägt das Datum. Genau deshalb wird er bei der nächsten Schreibtischräumung aussortiert.
  • Die Spende im Namen der Belegschaft ist gut gemeint, aber niemand bekommt etwas in die Hand. Wer nichts sieht, erinnert sich nicht.

Ein Baum für jedes Jahr, das die Firma besteht

Naheliegend bei einem Jubiläum: so viele Bäume, wie das Unternehmen Jahre alt ist. Fünfundzwanzig Jahre, fünfundzwanzig Bäume. Die Zahl ist der Anlass, und sie steht später auf der Urkunde.

Bei Staufenwald kostet ein Baum ab 14,20 € netto zzgl. 19 % USt., ab 5 Bäumen sinkt der Preis je Baum, bei 25 Bäumen auf 11,68 € je Baum netto. Jeder Baum bekommt einen GPS-Standort auf einer Fläche in Baden-Württemberg und einen Prüfcode, unter dem sich die Urkunde online aufrufen lässt. Wer möchte, kann je Person eine eigene Urkunde bestellen, indem er die Namen als Liste einträgt. Was eine solche Sammelbestellung kostet und worauf beim Geschenk an ein ganzes Team sonst zu achten ist, steht in einem eigenen Beitrag.

Was dabei nicht geht, und wir sagen es lieber vorher: Ein Baum macht ein Unternehmen nicht klimaneutral. Seit dem 27. September 2026 ist diese Aussage verboten, wenn sie auf Bäumen oder gekauften Zertifikaten beruht, auch mit Nachweis. Was Sie sagen dürfen, ist die Tatsache: so viele Bäume, an diesem Ort, mit diesem Prüfcode.

Der Ablauf in vier Schritten

  • Menge wählen. Ein Baum je Bestandsjahr ist der übliche Schlüssel, jede andere Zahl geht auch.
  • Namen eintragen, falls jede Person eine eigene Urkunde bekommen soll. Einen Namen je Zeile, daraus entsteht je Person ein Blatt mit eigenem Prüfcode.
  • Bestellen und bezahlen. Die Rechnung weist die Umsatzsteuer aus, die digitalen Urkunden sind wenige Minuten nach dem Zahlungseingang da.
  • Gedruckte Urkunden rechtzeitig bestellen. Sie gehen durch die Post, Versand nach Deutschland und Österreich ist enthalten. Verschickt werden sie innerhalb von fünf bis sieben Werktagen.

Wann sich eine Anfrage lohnt

Bis 2.500 Bäume läuft die Bestellung ohne Rückfrage über das Formular. Darüber, oder wenn die Belegschaft selbst pflanzen soll, ist ein Festpreisangebot der bessere Weg. Ein Pflanztag mit dem Team ist übrigens ebenfalls eine Betriebsveranstaltung, die Kosten fallen also in dieselben 110 €.

Zur Steuer im Einzelfall: Das hier ist eine Einordnung, keine Steuerberatung. Ob die Feier bei Ihnen als Betriebsveranstaltung zählt und wie die Kosten aufzuteilen sind, beantwortet die Steuerberatung mit Blick auf Ihre Zahlen. Die Grenzen selbst stehen im Gesetz und sind nachlesbar.

Geschrieben von der Redaktion des Staufenwalds. Wir forsten die Kuchalb bei Donzdorf wieder auf und schreiben über das, was wir dabei sehen. Fachliches lassen wir vom Förster gegenlesen.

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Bäume pflanzen als Unternehmen.

Eine benannte Fläche bei Donzdorf, Urkunden mit Prüfcode und ein Nachweis, der nur Tatsachen nennt.

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