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Weihnachts­geschenk für Chef und Kollegen: Wer schenkt wem was im Büro?

Was man Chef und Kollegen zu Weihnachten schenkt: nach oben gemeinsam, unter Kollegen klein. Dazu die Regel im öffentlichen Dienst und die Rechnung je Kopf.

Mehrere verschiedene Tassen auf dem Tisch einer Büroküche, dazwischen ein Umschlag aus Kraftpapier mit einem Eichenzweig, vor dem Fenster ein verschneiter Hang mit jungen Bäumen in Wuchshüllen, KI-generiertes SymbolbildKI-generiertes Symbolbild

Dem Chef schenkt man zu Weihnachten am besten gemeinsam und klein, oder man lässt es. Für Beamtinnen und Beamte des Landes Baden-Württemberg gelten Geschenke aus dem Mitarbeiterkreis im herkömmlichen Umfang als allgemein genehmigt, Geld aber nie. Vorab, damit es klar ist: Staufenwald betreibt diese Seite, und eine der vier Ideen weiter unten ist ein Baum von uns.

Wer schenkt wem was im Büro?

Welche Regel gilt, hängt an der Richtung, in die geschenkt wird. Vier Richtungen, vier Stellen, an denen die Regel steht:

  • Nach oben: das Team an Chef oder Chefin, aus eigener Tasche

    Was passt
    ein gemeinsames, freiwilliges Geschenk mit Karte
    Was heikel ist
    Einzelgeschenke, Geld, alles Teure
    Wo die Regel steht
    Hausregeln des Arbeitgebers, falls es welche gibt; für Beamtinnen und Beamte § 42 BeamtStG, in Baden-Württemberg dazu Ziffer 32 BeamtVwV
  • Zur Seite: unter Kollegen, jede Person für sich

    Was passt
    eine Kleinigkeit oder Wichteln mit Obergrenze
    Was heikel ist
    große Unterschiede im Wert, Geschenke nur für einzelne
    Wo die Regel steht
    Absprache im Team; für Beamtinnen und Beamte dieselben Vorschriften wie nach oben
  • Nach unten: der Arbeitgeber an alle

    Was passt
    ein Sachgeschenk, eine Weihnachtsfeier oder beides
    Was heikel ist
    Bargeld, frei einlösbare Gutscheine, ein Cent über der Grenze
    Wo die Regel steht
    Lohnsteuerrecht: 50 € brutto im Monat als Sachbezug (§ 8 Abs. 2 Satz 11 EStG)
  • Nach außen: das Unternehmen an Kunden und Geschäftspartner

    Was passt
    ein Geschenk bis zur Grenze
    Was heikel ist
    ein Cent über der Grenze, fehlende getrennte Buchung
    Wo die Regel steht
    Einkommensteuergesetz: 50 € je Empfänger und Wirtschaftsjahr (§ 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 1 EStG)

Die unteren beiden Zeilen haben eigene Beiträge:

Dieser Beitrag bleibt vor allem bei den oberen beiden Zeilen, also bei dem, was Menschen im Büro einander aus eigener Tasche schenken.

Was schenkt man dem Chef zu Weihnachten?

Etwas, das vom ganzen Team kommt und nach den Feiertagen nicht als Staubfänger endet, ob für den Chef oder die Chefin. Vier Ideen, jede mit ihrem Haken:

  • Etwas zum Aufessen aus der Gegend. Stollen vom Bäcker nebenan, Honig vom Imker, Saft vom Hof. Nach den Feiertagen ist es weg, und das ist hier ein Vorteil. Haken: Es passt nur, wenn klar ist, was der Chef isst und trinkt.
  • Ein Buch, über das im Büro gesprochen wurde. Es zeigt, dass jemand zugehört hat. Haken: Es trifft nur, wenn ihr den Geschmack wirklich kennt.
  • Ein Frühstück für alle. Das Team deckt vor den Feiertagen den Tisch, und der Chef ist eingeladen wie alle anderen. Haken: Das ist eher ein Fest als ein Geschenk, und manchmal ist genau das richtig.
  • Ein Baum vom ganzen Team. Auf der Urkunde stehen der Name des Chefs und eure Widmung, dieselbe Widmung kommt mit der Übergabemail. Gepflanzt wird in der nächsten Saison. Haken: Er passt nur zu jemandem, der gern draußen ist.

Zu jeder der vier Ideen passt eine Karte, in die jede Person einen Satz schreibt. Wie das auch ganz ohne Geschenk trägt, steht weiter unten.

Die letzte Idee ist unser Angebot. Hier lässt sich ein Baum als Weihnachtsgeschenk zusammenstellen; Geschenkoption und Weihnachtsgestaltung sind dort schon gesetzt. Die Übergabemail ist auf 18 Uhr vorgewählt und lässt sich auf Tag und Stunde der Weihnachtsfeier legen. Soll dort etwas auf dem Tisch liegen, gibt es die Urkunde gedruckt für 13,90 € oder im Holzrahmen für 37,90 € zusätzlich. Beides wird innerhalb von fünf bis sieben Werktagen verschickt.

Bis wann eine gedruckte Urkunde vor Weihnachten ankommt, steht im Beitrag Baum verschenken zu Weihnachten.

Welche Geschenke sollte man dem Chef nicht machen?

  • Geld. Beamtinnen und Beamte des Landes Baden-Württemberg dürfen es nicht annehmen, mehr dazu im nächsten Abschnitt. Auch sonst liest es sich wie eine Bezahlung.
  • Teure Einzelgeschenke. Solche Geschenke setzen die anderen im Team unter Druck und den Chef in eine schiefe Lage.
  • Alles, was nah an den Körper geht. Parfum, Kleidung und Pflegesets gehören in private Beziehungen.
  • Ratgeber über Führung. Gut gemeint, aber leicht als Kritik zu lesen.
  • Tassen und Schilder mit Chefsprüchen. Der Witz hält einen Tag, der Gegenstand viele Jahre.

Darf man dem Chef überhaupt etwas schenken?

Ja. Für Geschenke unter Beschäftigten eines privaten Unternehmens gibt es keine gesetzliche Wertgrenze. Manche Arbeitgeber regeln Geschenke in einem Verhaltenskodex, einer Compliance-Richtlinie oder einer Betriebsvereinbarung. Gibt es so eine Regel, geht sie vor; nachfragen lässt sich bei der Personalabteilung.

Was gilt im öffentlichen Dienst in Baden-Württemberg?

Hier kommt eine Regel hinzu, und sie betrifft die Person, die das Geschenk annimmt. Beamtinnen und Beamte dürfen Geschenke in Bezug auf ihr Amt nur mit Zustimmung annehmen (§ 42 Abs. 1 BeamtStG). Die Einzelheiten für die Beamtinnen und Beamten des Landes stehen in Ziffer 32 einer Verwaltungsvorschrift des Innenministeriums (BeamtVwV). Das Kultusministerium druckt diese Ziffer vollständig im Merkblatt zur Annahme von Belohnungen und Geschenken ab. Für das Büro zählen zwei Stellen:

  • Ziffer 32.6: Die Zustimmung gilt als allgemein erteilt für Geschenke „aus dem Mitarbeiterkreis“ im herkömmlichen Umfang. Als Beispiele nennt die Vorschrift Geburtstag und Dienstjubiläum.
  • Ziffer 32.5: „Geld darf nicht angenommen werden.“ Wer als Beamtin oder Beamter zweifelt, ob ein Geschenk unter die allgemeine Zustimmung fällt, muss die Zustimmung beantragen.

Weihnachten steht nicht unter den Beispielen, und was „herkömmlich“ heißt, beziffert die Vorschrift nicht. Die obersten Dienstbehörden dürfen eigene Wertgrenzen festlegen (Ziffer 32.15).

Für Tarifbeschäftigte nennt das Merkblatt § 3 Abs. 3 TV-L. Danach dürfen Beschäftigte „von Dritten“ keine Geschenke mit Bezug auf ihre Tätigkeit annehmen, Ausnahmen nur mit Zustimmung des Arbeitgebers. Ob Kolleginnen und Kollegen in diesem Sinn Dritte sind, sagt der Absatz nicht.

Für andere Länder und den Bund gelten eigene Vorschriften, die hier nicht wiedergegeben sind. Wer unsicher ist, fragt vor dem Sammeln die Personalstelle.

Keine Rechtsberatung. Wiedergegeben ist Ziffer 32 der Verwaltungsvorschrift des Landes Baden-Württemberg vom 19. April 2016, so wie sie das Merkblatt des Kultusministeriums abdruckt, gelesen am 5. Oktober 2026. Ob ein bestimmtes Geschenk im herkömmlichen Umfang liegt, entscheidet im Zweifel der Dienstvorgesetzte.

Ein Baum ist ein Geschenk, das weiterwächst.

Wer bei uns einen Baum verschenkt, verschenkt einen echten Standort auf der Kuchalb: Urkunde mit Koordinaten, eine Wald-Seite zum Ansehen und einen Prüfcode, den die beschenkte Person selbst nachschlagen kann. Der Übergabetermin lässt sich vorher festlegen.

Baum verschenken

ab 16,90 € je Baum. Übergabe zum Wunschtermin.

Wann ihr besser nichts schenkt

  • Wenn der Chef gesagt hat, dass er nichts möchte. Ein Geschenk gegen diesen Wunsch macht aus dem Dank eine Verlegenheit.
  • Wenn eine Regel im Haus dagegen spricht. Dann geht sie vor, auch bei einer Kleinigkeit.
  • Wenn Beurteilung, Beförderung oder eine Bewerbung ansteht. In diesen Wochen sieht selbst eine Kleinigkeit nach Absicht aus, besonders von einer einzelnen Person.
  • Wenn nur ein Teil des Teams mitmacht. Ein Geschenk von der Hälfte zeigt vor allem, wer fehlt.

In allen vier Fällen bleibt der Dank, nur ohne Geschenk.

Wie bedankt man sich bei einem Chef, wenn es kein Geschenk sein soll?

Mit einem Satz, der eine bestimmte Sache nennt. „Danke, dass wir im Frühjahr ohne Rückfrage entscheiden durften“ sagt mehr als „Danke für alles“. Vier Wege ohne Geschenk:

  • Eine Karte vom ganzen Team. Jede Person schreibt einen Satz über etwas, das in diesem Jahr gut lief.
  • Ein Wort vor dem Team. In der letzten Runde vor den Feiertagen, laut und mit einem Beispiel.
  • Ein Lob eine Ebene höher. Wer der nächsten Führungsebene erzählt, was der Chef gut gemacht hat, kann ihm damit mehr helfen als mit einem Präsent.
  • Ein Satz im Jahresgespräch. Dort ist Platz für das, was die Zusammenarbeit leichter gemacht hat.

Wie viel schenkt man zu Weihnachten?

Im Büro gibt es dafür keine feste Summe. Nach oben zählt weniger der Betrag als die Zahl der Namen auf der Karte, und gemeinsam bleibt der Anteil je Person klein. So verteilt sich ein Baum für 16,90 €:

PersonenAnteil je Person
6rund 2,82 €
12rund 1,41 €
25rund 0,68 €

Sammelst du mit glatten Beträgen, nimmst du bei zwölf Leuten zwei Euro je Person. Das ergibt 24 €, und 7,10 € bleiben für die Karte.

Was schenkt man Kollegen zu Weihnachten?

Eine Kleinigkeit, die nichts erwartet: Plätzchen aus der eigenen Küche, eine gute Sorte Tee oder eine Karte mit einem Satz über das Jahr. Wer im Team wichtelt, legt vorher eine Obergrenze fest. Dann muss niemand raten, ob sein Geschenk passt.

Was du der besten Kollegin schenkst, ist Privatsache und darf persönlicher sein. Überreicht wird es dann besser außerhalb der Runde, damit niemand vergleicht.

Wie ein Team fair sammelt und was auf die Karte passt, steht im Beitrag zum Abschiedsgeschenk für Kollegen. Muss es am Ende schnell gehen, hilft der Beitrag zum Geschenk in letzter Minute.

Was schenkt der Chef dem Team, und was bleibt steuerfrei?

Zahlt der Arbeitgeber, ist ein Weihnachtsgeschenk steuer- und beitragsfrei bis 50 € brutto im Monat. Mitgezählt werden alle anderen Sachbezüge desselben Monats (§ 8 Abs. 2 Satz 11 EStG). Die 60 € für Aufmerksamkeiten gelten nur für persönliche Anlässe wie Geburtstag oder Dienstjubiläum; Weihnachten gehört nicht dazu (R 19.6 Abs. 1 LStR).

Ein Baum je Person liegt darunter: Schon der Einzelpreis beträgt 16,90 € brutto. Ob im Dezember noch Platz unter der Grenze ist, weiß allerdings nur die Lohnbuchhaltung.

Was dabei für Gutscheine, die Weihnachtsfeier und eine Bestellung mit Namensliste gilt, steht im Beitrag zu Weihnachtsgeschenken für Mitarbeitende.

Schenken oder nicht? Vier Fragen in dieser Reihenfolge

  1. Schenkt der Arbeitgeber dem Team ohnehin etwas? Dann ist eine Karte des Teams an den Chef eine passende Antwort. Ein zweites Geschenk braucht es nicht.
  2. Gibt es eine Regel im Haus? Verhaltenskodex, Compliance-Richtlinie oder im öffentlichen Dienst die Vorschrift des Dienstherrn. Wenn ja, geht sie vor.
  3. Sammelt jemand freiwillig? Wenn sich niemand findet, der das gern übernimmt, ist das auch eine Antwort.
  4. Reicht ein Wort? Ein Satz, der eine bestimmte Sache aus dem Jahr nennt, kostet nichts. Und niemand muss sich fragen, ob er genug gegeben hat.

Führen die vier Fragen zu einem gemeinsamen Geschenk, lässt sich hier ein Baum vom ganzen Team zusammenstellen. Wie ein fertiges Blatt aussieht, zeigt die Beispielurkunde.

Geschrieben von der Redaktion des Staufenwalds. Wir forsten die Kuchalb bei Donzdorf wieder auf und schreiben über das, was wir dabei sehen. Fachliches lassen wir vom Förster gegenlesen.

Geprüft von Pascal Wagner am .

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Einen Baum verschenken, der wirklich gepflanzt wird.

16,90 € je Baum, mit Urkunde auf den Namen, Prüfcode und Übergabe zum Wunschtermin, gepflanzt auf der Kuchalb bei Donzdorf.

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