Bergahorn
Acer pseudoplatanus
Wächst schnell und schließt Lücken, die andere Arten erst in Jahrzehnten füllen. Seine Blätter zersetzen sich rasch und verbessern den Boden für den ganzen Bestand.
- Anteil an der Pflanzung
- 18 %
- Höhe nach 30 Jahren
- 17 mRichtwert
Warum die Bergahorn hier steht
Jede Art im Bestand hat einen Standortgrund und einen Klimagrund. Das sind die beiden dieser Art.
Standort und Boden
Der Bergahorn liebt frische, nährstoffreiche und gern kalkhaltige Böden – in den Berg- und Schluchtwäldern der Alb ist er zu Hause. Auf den besseren Partien der Fläche wächst er in der Jugend schneller als alles andere hier; auf den trockensten Kuppen überlässt er Eiche und Linde den Vortritt.
Im Klima von morgen
Sein schnelles Jugendwachstum ist in der Wiederbewaldung Gold wert: Er schließt Kahlflächen, bevor Brombeere und Gras sie übernehmen. Lange Dürre setzt ihm allerdings zu – auch deshalb steht er hier auf 18 % und nicht auf der halben Fläche. In der Mischung spielt er seine Stärke aus, ohne dass der Bestand an ihm hängt.
Woran du sie erkennst
Vier Merkmale, die auch ohne Bestimmungsbuch reichen — am verlässlichsten ist das Blatt.

Blattform der Bergahorn
- Blatt
- Fünflappig mit spitz eingeschnittenen Buchten und grob gezähntem Rand; der Blattstiel führt – anders als beim Spitzahorn – keinen Milchsaft.
- Rinde
- Erst glatt und hellgrau, im Alter löst sie sich in Platten ab, ähnlich einer Platane.
- Frucht
- Die bekannten geflügelten Doppelfrüchte; die beiden Flügel stehen etwa im rechten Winkel zueinander.
- Wuchs
- Breit gewölbte Krone und in der Jugend das schnellste Höhenwachstum des Bestands.
Was an ihr lebt
Ahornblüten gehören im Frühjahr zu den ergiebigen Nektarquellen für Wildbienen und Honigbienen. Sein Laub zersetzt sich schneller als das aller anderen Arten hier und gibt seine Nährstoffe rasch an den Boden zurück – der Bergahorn düngt den Bestand, in dem er steht.
Das Laub baut sich schneller ab als bei jeder anderen Art hier, gut für den Boden.
