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Eibe

Taxus baccata

Der älteste und geheimnisvollste Baum Europas. Die Eibe wächst im tiefsten Schatten, wird über tausend Jahre alt und ist bis auf den roten Samenmantel giftig.

Steckbrief der Eibe

Familie
Eibengewächse (Taxaceae)
Endhöhe
10 bis 15 m
Alter
600 bis 1.000 Jahre und mehr
Wurzel
Herzwurzel, tief
Licht
Schattbaumart
Blüte
März bis April, Wind
Heimisch
ja, selten, Vorwarnliste
Baum des Jahres
1994

Wo die Eibe wächst

Boden, Wasser und Licht entscheiden, wo eine Art gedeiht. Und das Klima von morgen entscheidet, ob sie dort bleibt.

Standort und Boden

Die Eibe liebt kalkreiche, frische Böden und luftfeuchte Lagen, wie sie an schattigen Hängen und in Schluchten der Alb vorkommen. Sie wächst sehr langsam im Schatten anderer Bäume und kann dort jahrzehntelang ausharren.

Im Klima von morgen

Weil sie im Schatten wächst und tief wurzelt, gilt die Eibe als vergleichsweise robust. Ihr größtes Problem ist nicht das Klima, sondern das Wild: Rehe fressen junge Eiben mit Vorliebe, ohne Schutz wächst kaum eine heran. Die Art steht in Deutschland auf der Vorwarnliste der Roten Liste.

Woran du sie erkennst

Vier Merkmale, die auch ohne Bestimmungsbuch reichen. Am verlässlichsten ist das Blatt.

Blatt der Eibe
Zweig der Eibe
Blatt
Flache, weiche, dunkelgrüne Nadeln ohne weiße Streifen auf der Unterseite, zweizeilig gescheitelt.
Rinde
Dünn, rötlich braun und in Schuppen abblätternd; der Stamm oft spannrückig und gedreht.
Frucht
Ein Samen in einem leuchtend roten, becherförmigen Samenmantel; nur an weiblichen Bäumen.
Wuchs
Langsam, oft mehrstämmig und buschig; als Baum mit dichter, dunkler Krone.

Was an ihr lebt

Die roten, süßen Samenmäntel fressen Drosseln und andere Vögel; den giftigen Samen scheiden sie unverdaut aus und verbreiten ihn so. Im dichten Immergrün der Eibe finden Vögel Schutz und Brutplätze, auch im Winter.

Holz: Sehr zäh und elastisch. Früher das Holz für Langbögen, heute für Drechselarbeiten und Furnier.

Sie verträgt mehr Schatten als jeder andere heimische Baum.
Die Besonderheit der Eibe

Fragen zur Eibe

Die Frage ist nicht dabei?

+49 177 423 2102baum@staufenwald.de

Ist die Eibe giftig?
Ja, alle Teile außer dem roten Samenmantel enthalten giftige Taxine, vor allem Nadeln und Samen. Für Pferde und Rinder können schon kleine Mengen tödlich sein. Rehe und Hirsche vertragen sie dagegen und fressen sie gern.
Wie alt werden Eiben?
Sehr alt. Viele Eiben in Deutschland sind mehrere hundert Jahre alt, einzelne werden auf über tausend Jahre geschätzt. Genau lässt sich das selten sagen, weil alte Eiben innen hohl werden und keine Jahresringe mehr haben.

Eibe bei Staufenwald

Für Firmenwälder und Flächenpatenschaften pflanzt der Forstbetrieb die Eibe auf Wunsch im Schatten älterer Bäume, immer mit Schutz gegen Verbiss. Sie wächst langsam; wer eine Eibe pflanzt, pflanzt für sehr lange Zeit.

Einen Baum pflanzen lassen

Einzelne Bäume aus dem Shop wachsen in der Mischung der Kuchalb oder als Weißtanne auf der Lützelalb. Eibe als Wunschart gibt es für Firmenwälder und Flächenpatenschaften.