Waldkiefer
Pinus sylvestris, auch Gemeine Kiefer, Föhre
Die anspruchsloseste heimische Nadelbaumart: Die Waldkiefer wächst auf Sand und Fels, wo sonst kaum ein Baum steht, und leuchtet im oberen Stamm orangerot.
Steckbrief der Waldkiefer
- Familie
- Kieferngewächse (Pinaceae)
- Endhöhe
- 30 bis 40 m
- Alter
- bis 500 Jahre
- Wurzel
- Pfahlwurzel
- Licht
- Lichtbaumart
- Blüte
- Mai bis Juni, Wind
- Heimisch
- ja, eine der häufigsten Baumarten
- Baum des Jahres
- 2007
- Setzlinge
- mit Herkunftsnachweisnach dem Forstvermehrungsgutgesetz
Wo die Waldkiefer wächst
Boden, Wasser und Licht entscheiden, wo eine Art gedeiht. Und das Klima von morgen entscheidet, ob sie dort bleibt.
Standort und Boden
Die Waldkiefer kommt mit armen, trockenen Sandböden ebenso zurecht wie mit Fels und Mooren; auf Kalk wächst sie, ihre Nadeln vergilben dort aber leicht. Mit ihrer Pfahlwurzel reicht sie tief in den Boden.
Sie braucht allerdings viel Licht: Auf guten Böden wird sie von Buche und Fichte verdrängt und bleibt deshalb von Natur aus auf die Standorte beschränkt, die anderen zu karg sind.
Im Klima von morgen
Lange galt die Kiefer als robust gegen Trockenheit. In den Dürrejahren seit 2018 sind aber auch Kiefern großflächig abgestorben, geschwächt von Hitze, Pilzen und Mistelbefall. In Mischung mit Eichen bleibt sie auf trockenen Standorten eine wertvolle Art, als Reinbestand ist sie anfällig.
Woran du sie erkennst
Vier Merkmale, die auch ohne Bestimmungsbuch reichen. Am verlässlichsten ist das Blatt.

- Blatt
- Nadeln zu zweit aus einer Scheide, vier bis sieben Zentimeter lang, blaugrün und leicht gedreht.
- Rinde
- Unten grau bis rotbraun und tief gefurcht, im oberen Stamm dünn, schuppig und orangerot, das sicherste Merkmal von weitem.
- Frucht
- Kleine, kegelförmige Zapfen, die im zweiten Jahr reifen und als Ganzes abfallen.
- Wuchs
- In der Jugend kegelförmig, im Alter mit hoch angesetzter, schirmförmiger Krone.
Was an ihr lebt
Lichte Kiefernwälder sind Lebensraum für wärmeliebende Pflanzen, Insekten und Reptilien. Ihre Samen fressen Eichhörnchen, Spechte und der Fichtenkreuzschnabel. Alte Kiefern mit Höhlen nutzen Spechte, Fledermäuse und der seltene Ziegenmelker.
Holz: Harzreich und gut zu bearbeiten. Bauholz, Fenster, Möbel und Dielen.
Ihre Nadeln stehen immer zu zweit aus einer gemeinsamen Scheide.
Fragen zur Waldkiefer
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