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Spitzahorn

Acer platanoides

Der Ahorn mit den spitzen Blattzipfeln. Er blüht leuchtend gelbgrün vor dem Laubaustrieb, kommt mit Wärme und Trockenheit besser zurecht als der Bergahorn und färbt sich im Herbst gelb bis orangerot.

Steckbrief des Spitzahorns

Familie
Seifenbaumgewächse (Sapindaceae)
Endhöhe
20 bis 30 m
Alter
180 bis 200 Jahre
Wurzel
Herzwurzel
Licht
Halbschatten bis Licht
Blüte
April bis Mai, Insekten
Heimisch
ja, in ganz Deutschland
Baum des Jahres
1995
Setzlinge
mit Herkunftsnachweisnach dem Forstvermehrungsgutgesetz

Wo der Spitzahorn wächst

Boden, Wasser und Licht entscheiden, wo eine Art gedeiht. Und das Klima von morgen entscheidet, ob sie dort bleibt.

Standort und Boden

Der Spitzahorn wächst auf nährstoffreichen, gern kalkhaltigen Böden und verträgt sommerliche Trockenheit besser als sein Verwandter, der Bergahorn. Er steht in Schluchtwäldern, an Hängen und in Laubmischwäldern der Hügelländer, selten in großen Beständen, meist eingestreut.

Im Klima von morgen

Weil er Wärme und Trockenheit gut verträgt, gilt der Spitzahorn als Mischbaumart mit Zukunft. Er wächst in der Jugend rasch, schließt Lücken und bringt Vielfalt in Bestände, die sonst nur aus Buche oder Fichte bestünden.

Woran du ihn erkennst

Vier Merkmale, die auch ohne Bestimmungsbuch reichen. Am verlässlichsten ist das Blatt.

Blatt der Spitzahorn
Blattform des Spitzahorns
Blatt
Fünflappig, jeder Lappen mit mehreren langen, feinen Spitzen; die Buchten dazwischen sind rund. Im Stiel Milchsaft.
Rinde
Dunkelgrau mit feinen, netzartigen Längsrissen; sie blättert nicht ab wie beim Bergahorn.
Frucht
Geflügelte Doppelfrüchte, deren Flügel fast waagerecht auseinanderstehen.
Wuchs
Dichte, rundliche Krone; im Frühjahr ganz in Gelbgrün, bevor das Laub austreibt.

Was an ihm lebt

Er blüht im April, oft noch bevor die Blätter kommen, und ist damit eine frühe Nahrungsquelle für Bienen und andere Insekten. Sein Laub zersetzt sich schnell und verbessert den Boden. Die geflügelten Früchte drehen sich wie Propeller und tragen die Samen weit.

Holz: Hell, hart und zäh. Möbel, Treppen, Drechselarbeiten und Musikinstrumente.

Bricht man einen Blattstiel ab, tritt weißer Milchsaft aus. Daran erkennt man ihn sicher.
Die Besonderheit des Spitzahorns

Fragen zum Spitzahorn

Die Frage ist nicht dabei?

+49 177 423 2102baum@staufenwald.de

Wie unterscheidet man Spitzahorn und Bergahorn?
Am sichersten am Milchsaft im Blattstiel, den nur der Spitzahorn hat. Seine Blattlappen enden in langen, feinen Spitzen, die des Bergahorns sind grob gezähnt. Der Spitzahorn blüht vor dem Laubaustrieb, der Bergahorn danach.Bergahorn im Steckbrief
Ist Ahornsirup vom Spitzahorn?
Nein, Ahornsirup kommt vom Zuckerahorn aus Nordamerika. Der Spitzahorn liefert zwar auch einen süßen Saft, aber zu wenig, als dass sich das Einkochen lohnen würde.

Spitzahorn bei Staufenwald

Für Firmenwälder und Flächenpatenschaften pflanzt der Forstbetrieb den Spitzahorn auf Wunsch als Mischbaumart auf den kalkhaltigen Böden der Alb, wo er mit Trockenheit besser zurechtkommt als der Bergahorn.

Einen Baum pflanzen lassen

Einzelne Bäume aus dem Shop wachsen in der Mischung der Kuchalb oder als Weißtanne auf der Lützelalb. Spitzahorn als Wunschart gibt es für Firmenwälder und Flächenpatenschaften.