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Elsbeere

Sorbus torminalis

Ein Baum warmer Kalkhänge mit einem der wertvollsten Hölzer Europas. Die Elsbeere verträgt Hitze und Trockenheit und färbt sich im Herbst leuchtend rot.

Steckbrief der Elsbeere

Familie
Rosengewächse (Rosaceae)
Endhöhe
20 bis 25 m
Alter
200 bis 300 Jahre
Wurzel
Pfahlwurzel
Licht
Halbschatt- bis Lichtbaumart
Blüte
Mai bis Juni, Insekten
Heimisch
ja, vor allem im Süden
Baum des Jahres
2011

Wo die Elsbeere wächst

Boden, Wasser und Licht entscheiden, wo eine Art gedeiht. Und das Klima von morgen entscheidet, ob sie dort bleibt.

Standort und Boden

Die Elsbeere ist eine Art der warmen, trockenen Hänge mit kalkreichem Boden, genau der Standorte, die in Süddeutschland häufig sind.

In dichten Buchenwäldern verliert sie den Wettlauf um Licht; sie wächst vor allem in lichten Eichenwäldern und an Waldrändern, wo sie genug Sonne bekommt. Die Schwäbische Alb gehört zu den Schwerpunkten ihres Vorkommens.

Im Klima von morgen

Als wärmeliebende, trockenheitsverträgliche Art gilt die Elsbeere als eine der Baumarten, die vom Klimawandel eher profitieren.

Forstleute pflanzen sie zunehmend, um Laubmischwälder auf trockenen Standorten zu bereichern. Weil sie langsamer wächst als Buche und Ahorn, braucht jede gepflanzte Elsbeere Pflege, damit sie nicht überwachsen wird.

Woran du sie erkennst

Vier Merkmale, die auch ohne Bestimmungsbuch reichen. Am verlässlichsten ist das Blatt.

Blatt der Elsbeere
Blattform der Elsbeere
Blatt
Ahornähnlich mit drei bis fünf spitzen Lappen, das untere Paar weit abstehend; der Rand fein gesägt. Im Herbst leuchtend rot.
Rinde
In der Jugend glatt und grau, später in kleine, eckige Schuppen aufgeteilt, ähnlich der Birne.
Frucht
Kleine, ovale, lederbraune Beeren mit hellen Punkten, die erst überreif genießbar werden.
Wuchs
Gerader Stamm mit rundlicher Krone; wächst langsam und ist im Wald meist einzeln eingestreut.

Was an ihr lebt

Die weißen Blüten im Mai und Juni locken zahlreiche Insekten an. Ihre kleinen, braunen Früchte werden erst nach dem ersten Frost weich und süß und sind dann Nahrung für Vögel und Säugetiere. Eingestreute Arten wie die Elsbeere machen einen Wald artenreicher.

Holz: Sehr hart, fein und rötlich. Furnier, edle Möbel, Musikinstrumente und Messwerkzeuge; im Handel auch als „Schweizer Birnbaum“.

Ihr Holz erzielt auf Wertholzversteigerungen regelmäßig Spitzenpreise.
Die Besonderheit der Elsbeere

Fragen zur Elsbeere

Die Frage ist nicht dabei?

+49 177 423 2102baum@staufenwald.de

Warum ist Elsbeerholz so teuer?
Weil starke, gerade gewachsene Elsbeeren selten sind und das Holz besonders fein und gleichmäßig ist. Einzelne Stämme erzielen bei Wertholzversteigerungen Preise, die weit über denen von Eiche liegen.
Kann man Elsbeeren essen?
Ja, aber erst wenn sie nach dem ersten Frost teigig geworden sind. Früher wurden sie gegen Bauchweh gegessen; daher kommt der lateinische Name „torminalis“, von „tormina“, Bauchschmerzen. Heute werden sie vor allem zu Edelbrand verarbeitet.

Elsbeere bei Staufenwald

Für Firmenwälder und Flächenpatenschaften pflanzt der Forstbetrieb die Elsbeere auf Wunsch an warmen, sonnigen Rändern der Fläche, wo sie das Licht bekommt, das sie braucht.

Einen Baum pflanzen lassen

Einzelne Bäume aus dem Shop wachsen in der Mischung der Kuchalb oder als Weißtanne auf der Lützelalb. Elsbeere als Wunschart gibt es für Firmenwälder und Flächenpatenschaften.