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Hainbuche

Carpinus betulus, auch Weißbuche

Trotz ihres Namens keine Buche, sondern ein Birkengewächs. Sie hat das härteste Holz unter den heimischen Bäumen, verträgt Schatten und Schnitt und wächst als dienende Art unter Eichen.

Steckbrief der Hainbuche

Familie
Birkengewächse (Betulaceae)
Endhöhe
20 bis 30 m
Alter
bis 150 Jahre
Wurzel
Herzwurzel
Licht
Halbschatt- bis Schattbaumart
Blüte
April bis Mai, Wind
Heimisch
ja, in ganz Deutschland
Baum des Jahres
1996
Setzlinge
mit Herkunftsnachweisnach dem Forstvermehrungsgutgesetz

Wo die Hainbuche wächst

Boden, Wasser und Licht entscheiden, wo eine Art gedeiht. Und das Klima von morgen entscheidet, ob sie dort bleibt.

Standort und Boden

Die Hainbuche ist genügsam: Sie wächst auf Lehm und Kalk, verträgt Trockenheit besser als die Rotbuche und kommt auch mit kurzer Nässe zurecht.

Im Eichen-Hainbuchenwald steht sie im Schatten der Eichen, hält deren Stämme frei von Ästen und beschattet den Boden. Nur Staunässe und saure, arme Sandböden meidet sie.

Im Klima von morgen

Unter den Laubbäumen gilt die Hainbuche als eine der Arten, die mit wärmeren, trockeneren Sommern vergleichsweise gut zurechtkommen. Sie treibt nach Schäden willig wieder aus und füllt im Mischwald die Lücken unter lichtbedürftigen Arten. Eine unauffällige Art, die den Bestand stabiler macht.

Woran du sie erkennst

Vier Merkmale, die auch ohne Bestimmungsbuch reichen. Am verlässlichsten ist das Blatt.

Blatt der Hainbuche
Blattform der Hainbuche
Blatt
Eiförmig zugespitzt und doppelt gesägt; die vielen geraden Seitennerven lassen es aussehen, als wäre es gefaltet.
Rinde
Glatt und grau wie bei der Buche, aber mit drehwüchsigen, wulstigen Längsrippen, der Stamm wirkt wie ein angespannter Muskel.
Frucht
Kleine Nüsschen an einem dreilappigen Flugblatt, in hängenden Fruchtständen.
Wuchs
Kurzer, oft gedrehter Stamm mit rundlicher Krone; als Hecke gut zu schneiden.

Was an ihr lebt

Ihre geflügelten Nüsschen fressen Vögel und Kleinsäuger, und die dichten, schnittverträglichen Zweige bieten Vögeln Brutplätze. Weil sie ihr trockenes Laub oft bis zum Frühjahr hält, ist sie auch im Winter ein Versteck. Ihr Laub zersetzt sich gut und verbessert den Boden.

Holz: Das härteste heimische Holz. Werkzeugstiele, Hackklötze, Klavierteile und Kegel, dazu ein sehr gutes Brennholz.

Ihr Holz ist so hart, dass man sie früher Eisenbaum nannte.
Die Besonderheit der Hainbuche

Fragen zur Hainbuche

Die Frage ist nicht dabei?

+49 177 423 2102baum@staufenwald.de

Ist die Hainbuche mit der Rotbuche verwandt?
Nein. Die Hainbuche gehört zu den Birkengewächsen, die Rotbuche zu den Buchengewächsen. Den Namen teilen sie wegen der ähnlich glatten, grauen Rinde.Rotbuche im Steckbrief
Warum behält die Hainbuche ihr Laub im Winter?
Vor allem junge und geschnittene Hainbuchen halten ihr vertrocknetes Laub oft bis zum Austrieb im Frühjahr. Das macht sie als Hecke beliebt: Sie bleibt auch im Winter blickdicht.

Hainbuche bei Staufenwald

Für Firmenwälder und Flächenpatenschaften pflanzt der Forstbetrieb die Hainbuche auf Wunsch als dienende Art unter Eichen. Dort hält sie den Boden schattig und die Eichenstämme astfrei.

Einen Baum pflanzen lassen

Einzelne Bäume aus dem Shop wachsen in der Mischung der Kuchalb oder als Weißtanne auf der Lützelalb. Hainbuche als Wunschart gibt es für Firmenwälder und Flächenpatenschaften.