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Stieleiche

Quercus robur, auch Deutsche Eiche

Die Eiche der Auen und Ebenen, Sinnbild für Beständigkeit. Sie verträgt nasse Böden und sogar Überflutung, wird viele Jahrhunderte alt und trägt mehr Leben als fast jeder andere Baum.

Steckbrief der Stieleiche

Familie
Buchengewächse (Fagaceae)
Endhöhe
30 bis 40 m
Alter
500 Jahre und mehr
Wurzel
Pfahlwurzel, später Herzwurzel
Licht
Lichtbaumart
Blüte
Mai, Wind
Heimisch
ja, in ganz Deutschland
Baum des Jahres
1989
Setzlinge
mit Herkunftsnachweisnach dem Forstvermehrungsgutgesetz

Wo die Stieleiche wächst

Boden, Wasser und Licht entscheiden, wo eine Art gedeiht. Und das Klima von morgen entscheidet, ob sie dort bleibt.

Standort und Boden

Die Stieleiche liebt tiefgründige, nährstoffreiche Böden und kommt auch mit Nässe zurecht: In Flussauen übersteht sie wochenlange Überflutung, die eine Buche umbringen würde.

Auf trockenen, flachgründigen Kalkhängen ist ihr die Traubeneiche überlegen. Wie alle Eichen braucht sie Licht und setzt sich im Schatten der Buche nicht durch.

Im Klima von morgen

Eichen gelten als wichtige Baumarten für den Waldumbau, weil sie Hitze vertragen und tief wurzeln.

Die Stieleiche reagiert allerdings empfindlicher auf lange Trockenheit als die Traubeneiche, vor allem wenn der Grundwasserspiegel sinkt. Auf wechselfeuchten Böden bleibt sie eine der stabilsten Arten.

Woran du sie erkennst

Vier Merkmale, die auch ohne Bestimmungsbuch reichen. Am verlässlichsten ist das Blatt.

Blatt der Stieleiche
Blattform der Stieleiche
Blatt
Unregelmäßig gelappt mit tiefen Buchten, am Grund zwei kleine „Öhrchen“; der Blattstiel ist kaum zu sehen.
Rinde
In der Jugend glatt und silbrig, später eine dicke, tief längsrissige, graubraune Borke.
Frucht
Eicheln an zwei bis acht Zentimeter langen Stielen, einzeln oder zu wenigen.
Wuchs
Frei stehend mit knorrigen, weit ausladenden Ästen und breiter, unregelmäßiger Krone.

Was an ihr lebt

Eichen sind Lebensraum für mehrere hundert Insektenarten, darunter seltene Käfer wie den Hirschkäfer, dessen Larven im morschen Eichenholz leben. Eichelhäher verstecken die Eicheln als Wintervorrat, vergessen einen Teil und pflanzen so neue Eichen, oft hunderte Meter vom Mutterbaum entfernt.

Holz: Hart, schwer und dauerhaft. Eichenholz für Möbel, Parkett, Fässer und Balken, im Wasser fast unbegrenzt haltbar.

Ihre Eicheln hängen an langen Stielen, daher der Name. Die Blätter dagegen sitzen fast ohne Stiel am Zweig.
Die Besonderheit der Stieleiche

Fragen zur Stieleiche

Die Frage ist nicht dabei?

+49 177 423 2102baum@staufenwald.de

Woran erkennt man eine Stieleiche?
An zwei Merkmalen, die sich gegenseitig bestätigen: Die Eicheln hängen an langen Stielen, die Blätter haben fast keinen Stiel und am Grund zwei kleine Öhrchen. Bei der Traubeneiche ist es genau umgekehrt.Traubeneiche im Steckbrief
Warum heißt sie auch Deutsche Eiche?
Die Stieleiche ist die häufigste Eiche in Deutschland und galt seit dem 19. Jahrhundert als Symbol für Stärke und Beständigkeit. Eichenlaub steht deshalb bis heute auf Münzen und Wappen.

Stieleiche bei Staufenwald

Für Firmenwälder und Flächenpatenschaften pflanzt der Forstbetrieb die Stieleiche auf Wunsch dort, wo der Boden tiefgründig und frisch ist. Auf den trockenen Kalkkuppen der Alb nimmt er dafür die Traubeneiche.

Einen Baum pflanzen lassen

Einzelne Bäume aus dem Shop wachsen in der Mischung der Kuchalb oder als Weißtanne auf der Lützelalb. Stieleiche als Wunschart gibt es für Firmenwälder und Flächenpatenschaften.