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Sandbirke

Betula pendula, auch Hängebirke

Der Pionier unter den Waldbäumen: Die Sandbirke erobert offene Flächen als Erste, wächst schnell, braucht wenig und bereitet den Boden für die Arten, die nach ihr kommen.

Steckbrief der Sandbirke

Familie
Birkengewächse (Betulaceae)
Endhöhe
20 bis 30 m
Alter
80 bis 120 Jahre
Wurzel
Herzwurzel, flach ausgebreitet
Licht
Lichtbaumart, Pionier
Blüte
April bis Mai, Wind
Heimisch
ja, in ganz Deutschland
Baum des Jahres
2000
Setzlinge
mit Herkunftsnachweisnach dem Forstvermehrungsgutgesetz

Wo die Sandbirke wächst

Boden, Wasser und Licht entscheiden, wo eine Art gedeiht. Und das Klima von morgen entscheidet, ob sie dort bleibt.

Standort und Boden

Die Sandbirke ist ausgesprochen anspruchslos: Sie wächst auf armem Sand, auf Lehm und Kalk, auf trockenen wie feuchten Böden. Was sie braucht, ist Licht. Unter dem Kronendach anderer Bäume verschwindet sie wieder; als Erstbesiedlerin von Kahlflächen und Waldrändern ist sie unschlagbar.

Im Klima von morgen

Nach Sturm, Dürre und Käferschäden ist die Birke oft die erste Baumart, die sich auf den Kahlflächen von selbst einstellt. Sie schützt als Vorwald junge Eichen, Buchen und Tannen vor Frost und praller Sonne. Lange Dürre setzt allerdings auch ihr zu.

Woran du sie erkennst

Vier Merkmale, die auch ohne Bestimmungsbuch reichen. Am verlässlichsten ist das Blatt.

Blatt der Sandbirke
Blattform der Sandbirke
Blatt
Klein, dreieckig bis rautenförmig mit lang ausgezogener Spitze und doppelt gesägtem Rand.
Rinde
Weiß mit schwarzen, rautenförmigen Rissen; am Stammfuß im Alter dunkel und tief gefurcht.
Frucht
Walzenförmige Kätzchen, die im Herbst in winzige, geflügelte Nüsschen zerfallen.
Wuchs
Lockere, lichte Krone mit dünnen, herabhängenden Zweigen; daher der Name Hängebirke.

Was an ihr lebt

Birken sind Lebensraum für viele Insektenarten und ihre Samen Futter für Zeisige und andere Vögel. Ihr Laub zersetzt sich gut und verbessert den Boden. Weil sie so schnell wächst und nicht sehr alt wird, macht sie Platz, sobald die langsameren Arten nachkommen.

Holz: Hell und zäh. Möbel, Sperrholz, Drechselarbeiten und ein Brennholz, das auch frisch gut brennt.

Ihre weiße Rinde ist kein Zufall: Sie reflektiert Sonne und schützt den Stamm vor Überhitzung.
Die Besonderheit der Sandbirke

Fragen zur Sandbirke

Die Frage ist nicht dabei?

+49 177 423 2102baum@staufenwald.de

Warum ist die Rinde der Birke weiß?
Wegen des Betulins, eines weißen Farbstoffs in der Rinde. Er reflektiert Sonnenlicht und schützt den Stamm im Winter und Frühjahr vor Überhitzung und Frostrissen.
Was ist ein Vorwald?
Ein lichter Bestand aus schnell wachsenden Pionierarten wie Birke, unter dessen Schirm die langsameren Arten des späteren Waldes heranwachsen. Der Vorwald schützt sie vor Frost, Hitze und Gras und wird nach einigen Jahrzehnten nach und nach entnommen.

Sandbirke bei Staufenwald

Für Firmenwälder und Flächenpatenschaften pflanzt der Forstbetrieb die Sandbirke auf Wunsch als Vorwald oder an Rändern, wo sie jungen Eichen und Buchen Schutz gibt.

Einen Baum pflanzen lassen

Einzelne Bäume aus dem Shop wachsen in der Mischung der Kuchalb oder als Weißtanne auf der Lützelalb. Sandbirke als Wunschart gibt es für Firmenwälder und Flächenpatenschaften.